Hallöchen ihr Lieben 😀

Heute möchte ich euch einmal ein bisschen etwas zum Thema „Tarnung“ erzählen. Und da gibt es eine ganze Menge zu beachten. Die kleinen und auch großen Piepmätze sind ja bekanntlich relativ scheu und haben eine sehr hohe Fluchtdistanz. Soll heißen, so nah kommt man eigentlich nie wirklich ran. Natürlich gibt es da das Teleobjektiv und mein Tamron und ich wir sind da auch die besten Freunde, aber… ein bisschen Tarnung muss auch sein. 😀

Tarnzelt im Garten

Wichtig ist auf jeden Fall schon einmal, leise sein, also nicht lautstark unterhaltend durch das Unterholz wandern und sich dann wundern, dass da kein Vogel oder sonst ein Tier mehr ist. Außerdem solltet ihr auch auf die Umgebungsgeräusche achten, denn die Vögel singen ja bekanntlich ganz gerne auch mal.

Und dann gehts drum, nicht frontal auf die Tiere zuzurennen, langsam anschleichen und dabei darauf achten, dass ihr nicht unbedingt die Warnweste tragt. 😀 (Falls ihr mir jemals begegnen sollte, außerhalb der Fotografie bin ich eher nicht dafür bekannt, dezent gekleidet zu sein, aber was tut man nicht alles für ein gutes Bild :D)

Portrait einer Amsel aus dem Tarnzwelt

Also Tarnkleidung, oder aber doch zumindest dezente Kleidung in gedeckten Farben. Glaubt mir, dass bringt wirklich was und ihr kommt damit wirklich näher an die Tiere heran. Also grüntöne oder aber auch ein schickes braun, wenn nicht sogar Tarnmuster sind da wirklich äußerst hilfreich. Ich habe z.b. eine Jacke, die ich nur beim Fotografieren trage und im Winter benötige ich eh Termokleidung und habe dann gleich mal losgelegt und alles in etwas dezenteren tönen gekauft. 😀

Hosen: Damen, Herren

Jacken: Damen, Herren

Socken: für Damen und Herren

Schuhe: Damen, Herren

Pullover: Damen, Herren

Sicht aus dem Tarnzelt auf die Futterstelle

Das wäre dann eine Möglichkeit der Tarnung, es gibt aber noch mehr. 😀 Ihr könnt euch auch einen Tarnanzug anziehen und euch damit auf die Lauer legen.

Tarnanzug

Tarnumhang

Hier solltet ihr aber auch auf geeigente Kleidung für drunter achten, denn ansonsten könnte es kalt werden oder aber auch nass. Ihr seit damit mobil und könnt euch schnell positionieren. Die Tiere sehen euch somit ebenfalls nicht so schnell und ihr kommt auch da wesentlich näher an die Tiere dran. Natürlich könntet ihr euch auch in angrenzende Büsche setzen und dort warten, dass mache ich tatsächlich auch manchmal, wenn es denn gerade passt. Aber es ist auch nicht immer einer in der Nähe (offene Felder etc.) und nicht jeder Busch oder Baum lässt es zu, dass man sich in ihm oder in seiner Nähe versteckt (Dornenbüsche, Brombeeren etc.). Also, ein Tarnanzug etc. ist immer wieder eine gute Lösung für solche Fälle.

Buntspecht aus dem Tarnzelt fotografiert

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich da nicht noch eine Möglichkeit im Petto haben würde. Und Tadaaa, das Tarnzelt. Dieses möchte ich natürlich nicht unerwähnt lassen. Es hat ebenfalls einige Vorteile. Meistens bleibt man da drin trocken. Und die Tiere sehen einen dort natürlich auch nicht. ich nutze es gelegentlich sogar im eigenen Garten und komme dann auch wesentlich näher dran. Die meisten Tarnzelte lassen sich sehr klein falten und somit gut transportieren, für das Zusammenlegen benötigt man teilweise ein wenig Übung (oder einfach mehr technisches Verständnis als ich :D) aber auch das ist nach kurzem fluchen meistens kein Problem mehr.

Das Tarnzelt, und noch eins 🙂

Tarnzelt im Garten

Für ein Tarnzelt solltet ihr euch einen geeigneten Ort aussuchen und es muss meistens ein wenig herum probiert werden. Der Aufwand für den Auf- und Abbau ist aber meistens relativ gering und das ist schnell gemacht. Die Tiere benötigen allerdings einige Minuten um sich dann wieder aus ihren Verstecken zu trauen und sind teilweise auch erst einmal ein wenig skeptisch, was das für ein komisches Gebilde ist. Tarnzelte gibt es viele, aber in den. meisten kann man stehen und sich relativ gemütlich hinsetzen, sodass die Zeit dort drin auszuhalten ist.

Aber sowohl für das Tarnzelt als auch für Decke und Anzüge gilt folgendes: Geduld mitbringen. Die Tiere brauchen trotzdem ihre Zeit und sind eventuell misstrauisch. Dennoch ist es für mich immer wieder ein schönes Erlebnis. Und ich liebe diese Zeit der Ruhe in der Natur. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen und ein besonderes Erlebnis, die Tiere so nah zu sehen.

Nahaufnahme einer Heckembraunelle aus der Tarnung heraus

Wenn ihr den Tieren dann so nah seit, ist die große (meistens schwarze) Kamera natürlich sehr auffällig und sollte auch getarnt werden, dazu gibt es auch einige Möglichkeiten, welche ich euch mal kurz verlinkt habe. Ich habe nur das Objektiv getarnt, das reicht in den meisten Fällen schon aus.

Tarnung Objektiv: Tamron 150-600mm, Sigma 150-600 mm

Sooo, das war jetzt erst einmal ein kleiner Crashkurs in Sachen Tarnung. Ich hoffe es hat euch gefallen und wir lesen uns ganz bald wieder.

Nahaufnahme des „Arbeitswerkzeugs“
Buchfink Männchen aufgenommen aus der Tarnung

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