Huhu ihr Lieben, ich dann mal wieder 😀

Heute möchte ich mich mal wieder ein wenig mit der Vogelfütterung beschäftigen, und was gehört außer der Nahrung noch dazu? Richtig, Wasser. Ohne Wasser geht es auch bei den kleinen Piepmätzen nicht. Und manchmal ist es auch für die kleinen Piepmätze gar nicht so einfach etwas zu finden. Eine Vogeltränke sollte das ganze Jahr zur Verfügung stehen, damit die Kleinen auch immer frisches und sauberes Wasser haben, sollte die Vogeltränke auch täglich gereinigt werden. Ihr merkt schon, es gibt auch hier eine Menge zu beachten.

Die Blaumeise genießt das Bad in der Vogeltränke sichtlich 😀

Vorab steht vielleicht noch die Frage im Raum, ob eine Vogeltränke das ganze Jahr aufgestellt werden sollte. Die Antwort lautet ja, auch Vögel haben im Winter Probleme Wasser zu finden, denn wenn alles gefroren ist, oder viel Schnell liegt finden sie kaum Wasser. Und genau wie bei uns Menschen können Vögel Magen-Darm-Beschwerden bekommen, wenn sie Schnee als Ersatz für Wasser zu sich nehmen. Dann gibt es ja noch den Sommer, dort erklärt es sich denke ich von selbst. Wenn alles trocken und warm ist, dann haben die Tiere Durst und finden nichts zu trinken, daher ist es auch dann wichtig eine Vogeltränke aufzustellen.

Des weiteren lieben Vögel es zu baden, und das auch bei teilweise eisigen Temperaturen, Das Baden ist wichtig, damit wird das Gefieder gereinigt und von Parasiten befreit.

Die Kohlmeise hat gönnt sich ebenfalls immer wieder gerne eine Abkühlung

Standort:

Als erstes muss die Frage des Standorts geklärt werden, dieser sollte wie die Futterstelle geschützt sein. Bei Gefahr müssen die Piepmätze schnell fliehen können. Also in der Nähe eines Busches und auf jeden Fall nicht direkt einsehbar für Fressfeinde. Denn gerade an Futterstellen sind die kleinen Singvögel und Co. Sehr leichte Beute. Meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass sie auch nicht direkt in der Sonne stehen sollte, je nach Material der Vogeltränke wird das Wasser ansonsten doch sehr schnell sehr sehr warm und das fördert dann auch wieder die Vermehrung von Krankheiten und Bakterien.

Der junge Buchfink ist noch etwas vorsichtiger und trinkt erst einmal nur etwas

Was für eineVogeltränke kommt in Frage?

Das ist eine Gute Frage, denn wenn man sich mal ein wenig umsieht, dann stellt man schnell fest, dass es zig verschiedene Modelle mit den unterschiedlichsten Materialien gibt. Ich persönlich nutze mehrere Tränken und die die am liebsten und häufigsten genutzt wird, ist irgendwas um 40 Jahre alt und hat rein optisch wesentlich bessere Zeiten hinter sich, aber die Tiere lieben das Teil, und ich bringe es nicht übers Herz sie zu entsorgen. Aber auch die andern Tränken in meinem Garten können sich nicht beklagen, auch hier herrscht reger Betrieb. Bei einer Vogeltränke ist es wie bei einem Futterhaus, wer billig kauft, kauft meistens doppelt. Billigere Modelle, die meistens auch noch etwas erhöht sind, riechen meistens ganz ganz mies nach Chemikalien und werden kaum angenommen. Auch kippen sie bei dem ersten Wind um oder es wagt ein Egon (Eichelhäher) baden zu wollen und schafft es durch seine Landung die Vogeltränke umzukippen. So viel sei gesagt, so schnell versucht er es dann nicht wieder. Standfest sollte sie also schon sein. Dann ist es Geschmacksache ob sie auf dem Boden stehen soll oder doch lieber erhöht auf einem Fuß.

Gerade im Winter finden die Tier kaum noch Wasserstellen, dann herrscht an den Tränken reger Betrieb, die Amsel stillt erst einmal ihren Durst.

Auf folgende Kriterien sollte geachtet werden:

Material:

Es gibt so viele verschiedene Materialien wie es Formen gibt.. Materialien wie Metall werden im Sommer sehr warm und beginnen erfahrungsgemäß irgendwann zu rosten, dass ist dann fürs trinken eher weniger geeignet. Kunststoffe und Naturstein werden immer gut angenommen und von den Tieren schnell akzeptiert.

Form:

Es gibt hunderte verschiedene Formen. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass der Rand relativ flach ist, damit die Piepmätze auch gut auf diesem Landen können. Ein sanftes Gefälle ist auch sinnvoll, am Besten zur Mitte hin. Dann können auch Tiere mit unterschiedlicher Größe aus der Vogeltränke trinken. Zu flach sollte sie aber auch nicht sein, denn sonst können Vögel mit größerem Schnabel nicht mehr aus ihr trinken. Zu tief jedoch auch nicht, denn dann können die kleinen nicht mehr trinken oder laufen Gefahr zu ertrinken, wenn sie baden möchten.

Zwei bis Zehn Zentimeter sind eine Gute Wahl, damit macht man nichts verkehrt.

Reinigung:

Wo viele Tiere an einer Stelle sind, gibt es natürlich auch die Gefahr von Infektionen und Krankheiten. Also ist bei der Vogeltränke in der sowohl gebadet als auch getrunken wird, Hygiene ebenso wichtig wie an der Futterstelle. Das bedeutet tägliches Reinigen oder zumindest bei Bedarf (länger als zwei Tage sollte erfahrungsgemäß wirklich nicht gewartet werden). Das gilt auch für das Wasser, dieses sollte ebenfalls täglich oder je nach Temperaturen sogar mehrfach täglich gewechselt werden.

Einmal in der Woche sollte die Tränke mit einer Bürste oder einen Schwamm und heißem Wasser gründlich gereinigt werden. Dabei sollten jedoch keine Reinigungsmittel verwendet werden, heißes Wasser ist da voll und Ganz ausreichend.

Der Haussperling hat sich auch von knapp 3 Grad nicht beeindrucken lassen und erstmal ein ausgiebiges Bad genommen.

Zusammenfassung:

– Material (Kunststoff, Naturstein etc.) Metall rostet nach einer Zeit

– Winterfest? Viele Tränken sind nicht frostsicher.

– Tiefe von 2 bis 10 Zentimetern ist ideal(Wenn sie zu tief sind, können kleinere Vögel nicht mehr trinken)

– tägliches bis regelmäßiges Reinigen, keine Chemikalien verwenden.

Vogeltränke Wildtierherz Kunststoff frostsicher

Vogelränke aus Keramik

Vogeltränke Wildtierherz groß

Vogeltränke hoch (bitte beachten, diese Vogeltränke ist aus Gusseisen, und kann leicht anfangen zu rosten. Kunststoff ist jedoch meistens zu leicht.)

Vogeltränke aus Stein (Frostsicher)

Damit hätten wir einen Teil geklärt, aber Vögel baden nicht nur gerne im Wasser, sie baden auch gerne im Sand (daher kommt übrigens auch der Begriff Dreckspatz).

Frisch aus dem Wasser gekommen, hat diese Haussperling-Dame sich erstmal ausgiebig im Sand gebadet. Dann lohnt es sich auch richtig 😀

Dies machen sie ebenfalls um ihr Gefieder zu reinigen und dieses von Parasiten zu befreien. Also eine Schale mit Sand ist auch immer wieder gerne angenommen. Die Tiere lieben das und nehmen es gerne an. Hier sollte natürlich auch auf einen geschützten Standort geachtet werden, denn auch hier lauern Gefahren für die Piepmätze. Und auch hier gilt, es gibt viele Möglichkeiten, die beliebteste Sandbadestelle bei mir zuhause ein ganz bestimmtes Blumenbeet. Es ist eine stille Übereinkunft zwischen den dort residierenden Haussperlingen und mir, dass sie mich da einmal die Woche harken lassen, damit ich das Gefühl habe ich hätte was gemacht und dann geht es wieder kopfüber zwischen die Stauden bis die Erde wieder voller Kuhlen ist. 😀

Bei den meisten funktionieren für das Sandbaden ganz normale Untersetzer für Blumenkübel.

Bestens geeignet für ein ausgiebiges Sandbad

Und noch einer 😀

Das interessiert meine Spatzenbande zwar nicht, aber wie gesagt, die meisten machen damit gute Erfahrungen und günstig sind sie auch noch.

Das war es dann diesbezüglich von meiner Seite mit diesem Thema. Ich wünsche euch viel Spaß dabei den kleinen und großen Piepmätzen beim Baden zuzusehen. Denkt immer daran, ihr habt auch eine Verantwortung wenn ihr so etwa aufstellt, also bitte sauber machen. Aber dann erfreuen sich die Tiere auch daran und nicht nur die Vögel haben was davon. Steht die Tränke am Boden kommen Igel und Co. bestimmt auch einmal zum Trinken vorbei. 😀

Zusammen baden macht natürlich noch mehr Spaß, bei den Haussperlingen geht es auch an der Badestelle gesellig zu.
Auch der Star tobt sich richtig in der Vogeltränke aus, der Haussperling im Hintergrund wartet da lieber bis er fertig ist.
Die Bachstelze hat die Abendsonne auch noch für ein ausgiebiges Bad genutzt.

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