Steckbrief

  • Name: Buchfink
  • Englischer Name: Chaffinch
  • Wissenschaftlicher Name: Fringilla Coelebs
  • Nahrung: Körnerfresser und Insektenfresser
  • Alter: 2 bis 5 Jahre
  • Art: Sperlingsvögel
  • Gewicht: 20 bis 30 Gramm
  • Größe: 9 bis 10 cm
  • Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika
  • Gelege: 4 bis 5 Eier
  • Brutzeit: 12 bis 13 Tage zwischen April und Juli
  • Feinde: Greifvögel, Mensch, Katze, Marder, Fuchs
Buchfink Männchen

Der Buchfink gehört zu den heimischen Brutvögeln und kann häufig bei der Nahrungssuche am Fußboden beobachtet werden. Seinen Namen verdankt er seinem unverwechselbaren und melodischen Gesang, der tatsächlich die Worte „Fink“ oder auch „Pink“ erkennen lässt.

Buchfinken bewohne lichte Wälder, Gärten und Parks.

Aussehen:

Bei dem Buchfink können die Geschlechter leicht unterschieden werden.

Männchen:

Buchfink Männchen im Schlichtkleid

Das Männchen ist bräunlich bis rötlich gefärbt. Diese Färbung zieht sich von der Körperunterseite bis zur Kopfseite hin. Die Stirn ist schwarz, der Rücken ist kastanienbraun. Der Bürzel ist grünlich und die Flügelbinden sind weiß. Das auffälligste Merkmal ist das intensive graublau an Oberkopf und Nacken, welches in der Brutzeit zu sehen ist. Im Winter wechselt die Färbung zu einem schlichteren bräunlichen grau.

Der Schnabel ist nur im Frühjahr Stahlblau gefärbt, die restliche Zeit hat er eine schlichtere Hornfarbe. Die Beine sind fleischfarben gefärbt.

Buchfink Männchen im Prachtkleid

Weibchen:

Buchfink Weibchen

Der weibliche Buchfink hat ein etwas unscheinbareres Aussehen. Die Beine sind ebenfalls fleischfarben gefärbt. Die Körperoberseite ist olivgrau gefärbt, die Körperunterseite ist heller gefärbt. Der Schnabel ist das gesamte Jahr über Hornfarben, ebenfalls sind die Beine fleischfarben. Der Bürzel ist grünlich und die Flügelbinden sind weiß.

Buchfink Weibchen

Jungvögel:

Erwachsene Tiere ernähren sich hauptsächlich von ausgereifte Samen, Gräser, Beeren, Früchte und Sämereien. Die Jungvögel werden mit Raupen, Heuschrecken oder kleinen Spinnen gefüttert.

Gerade flügge gewordener Buchfink

Optisch ähneln die Jungvögel eher den weiblichen Buchfinken. Flügel, Schenke, Bauch und die Körperoberseite sind eher rauchgrau gefärbt. Der Schnabel ist jedoch noch nicht komplett ausgehärtet. Der noch Weiche Schnabel verleiht den Jungvögeln ein etwas grimmiges Aussehen.

Nestbau und Nisthilfen:

In der Regel führen Buchfinken eine monogame Saisonehe bzw. eine Brutehe. Buchfinken leben in kleinen Verbünden. Die Männchen stecken in der Brutzeit ihr Revier ab, dieses wird dann auch gegenüber von Rivalen verteidigt. Bei der Nahrungssuche begibt es sich auch auf neutrales oder sogar „feindliches“ Terrain, dort wird es, solange es ruhig ist, auch toleriert.

Die Nistplatzwahl liegt bei dem Weibchen, auch wenn das Männchen mit Ausschau hält. Astgabeln oder Gebüsche dienen als Nistplätze. Es besteht eine hohe Brutplatztreue bei den Buchfinken, diese kehren meistens wieder an den Brutplatz des Vorjahres zurück oder zumindest in die unmittelbare Nähe.

Buchfink Weibchen sucht Nahrung für den Nachwuchs

Das Nest wird vom Weibchen aus Gräsern, Moosen, Halmen, Flechten und feinen Wurzeln gebaut, weiterhin wird es teilweise mit Federn ausgepolstert.

Es kommt meistens zu ein bis zwei Bruten, die vier bis fünf Eier werden zwei Wochen lang bebrütet. Nach dem Schlupf der Küken werden diese von beiden Elternteilen gefüttert und sind bereits nach zwei Wochen flügge.

Besonderheiten:

  • Der Buchfink ist durch seinen Regenruf bekannt. Dieser hat lokale Variationen.
  • Der Regenruf ertönt nur während der Brutzeit. Regenruf wird er genannt, da der Buchfink ihn kurz bevor oder mit dem Regen verlauten lässt, wenn die anderen Vögel bereits nicht mehr singen.
  • Buchfinken wählen ihren Sitzplatz häufig in unmittelbarer Nähe zu Singdrossel oder Amseln. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass das brütenden Buchfink- Weibchen sich in der Nähe anderer Brutvögel sicherer fühlt.
  • Die Kopffedern werden zum Drohen aufgestellt, des weiteren wird ein Drohlaut, eine Art lautes Klickern ausgestoßen.
  • Einige der weiblichen Buchfinken ziehen in wärmere Gebiete.
  • Der lateinische Name „Coelebs“ bedeutet „der Ehelose“. Diesen Namen trägt der Buchfink, da die Damen teilweise in die wärmeren Gebiete ziehen.

Ich

Buchfink Männchen im Regen

Futter für den Buchfink:

Buchfink Weibchen im Eisregen
Buchfink Männchen

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